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Erhebung zum Glücksspiel in Südtirol

Die Ergebnisse der Erhebung von Glücksspielangeboten und Präventionsmaßnahmen stehen zur Verfügung

Das Forum Prävention hat in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Spielsucht und in Absprache mit dem Südtiroler Gemeindenverband, eine Erhebung zum Bestand an Glücksspielautomaten in den Südtiroler Gemeinden und zu den von den Gemeindeverwaltungen getroffenen Präventionsmaßnahmen durchgeführt. Die Durchführung und Auswertung wurde vom Institut für Sozialforschung und Demoskopie apollis übernommen.
Hintergrund besteht darin, dass die in den letzten Jahren zunehmend aufgestellten
Automaten die Spielsucht in ernst zu nehmender Weise begünstigt haben.
Die Online-Befragung wurde im November 2014 an sämtliche Gemeinden verschickt und
umfasste die Erhebung von quantitativen Daten (z.B. Orte und Zahlen an Automaten und
Lotterieangeboten) sowie die Maßnahmen zur Verringerung des Spielangebotes.
Mehr als 90% aller Südtiroler Gemeinden, nämlich 109 von 116 haben sich an der
Erhebung beteiligt. Da für die Landeshauptstadt Bozen leider keine quantitativen Daten
zurückgesandt wurden, bezieht sich die eigentliche Zählung auf ein Gebiet, in dem rund
drei Viertel aller Südtirolerinnen und Südtiroler leben, während die Aussagen zu den
Maßnahmen 96% der Bevölkerung betreffen.

Einige Ergebnisse der Erhebung:

  • Mehr als 90% aller Südtiroler Gemeinden, nämlich 109 von 116 haben sich an der Erhebung beteiligt, für 106 Gemeinden waren die Angaben vollständig. Für dieses Gebiet ergab sich eine Gesamtzahl von 1.045 Automaten, die an 220 einzelnen Spielstätten aufgestellt sind
  • Die Verteilung der Automaten nach Gemeinden ist recht ungleich. Absolut gesehen stehen natürlich die größten Ortschaften an der Spitze der Liste, allen voran die Städte Meran (317 Automaten), Bruneck (100) und Brixen (78). Von der Gemeinde Bozen sind zur Anzahl der Automaten keine Daten vorhanden. Relativ gesehen (Automaten je 1.000 Einwohner) hat ebenso Meran die Spitzenstellung, doch dann folgen mittlere und kleinere Gemeinden (Neumarkt, Corvara, Prad, Vahrn und Nals ).
  • Im Durchschnitt stehen je 1.000 Einwohnern 2,7 Automaten zur Verfügung, wobei die örtliche „Automatendichte“ zwischen 8 in Meran und Neumarkt und null in den automatenfreien Gemeinden variiert
  • Insgesamt 38 der erhobenen Gemeinden, allesamt mit eher ländlichem Charakter, sind vollständig automatenfrei
  • Es wurden 218 Verkaufspunkte von Rubbellosen und Lottierspielen erhoben. Sie sind am häufigsten an Barbetriebe angeschlossen (36% aller Verkaufspunkte), gefolgt von Trafiken (30%) und Geschäften (28%)
  • Gut die Hälfte, nämlich 56 der 107 befragten Gemeinden haben in den letzten 4 Jahren Maßnahmen zur Verringerung des Angebots an Glücksspielen getroffen. Am öftesten wurde die Erstellung eines Zonenplans und die offizielle Aufforderung an die Betreiber, Automaten zu entfernen, als Maßnahme gesetzt. In drei Viertel aller Ge- meinden, die entsprechend aktiv geworden sind und in den letzten vier Jahren Maßnahmen gesetzt haben, konnten damit auch konkrete Erfolge erzielt werden, indem einige oder sogar aller Automaten entfernt wurden.
  • 24 Gemeinden (ein knappes Viertel) planen für die nächste Zeit (weitere) Maßnahmen zur Verringerung des Angebots an Glücksspielen.
 
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